Interim Management – Mein Erfahrungsbericht

 

 

 

Es ist so weit: Ich bin in einem neuen Interim-Projekt!

Endlich kann ich mein Wissen, meine Erfahrung und Kompetenzen wieder zum Einsatz bringen. 

 

Dabei schaue ich mittlerweile auf eine über 13 jährige Interim-Karriere zurück, eine Zeit mit herausfordernden und spannenden Projekten, jeder Tag gleicht nicht dem vorherigen. 

 

Mein Kunde freut sich schon auf mich. Er wartet oft sogar sehnsüchtig, und legt alle Überredungskünste an den Tag, ob ich nicht schon 1-2 Wochen oder Tage früher kommen kann. Denn es brennt – und ich bin da, die Feuerwehr!

 

Für mich bedeutet jedes neue Projekt eine neue Erwartungshaltung an mein sofortiges, persönliches Handeln. 

 

Die Einarbeitung in fachspezifischen Themen, Prozessen sowie deren Prozessabhängigkeiten, organisatorischen, strukturellen und firmeninternen Bereichen müssen jetzt blitzschnell verstanden werden, um dem Kunden das sofortige Löschwasser zu bieten.

Immer eine Agenda in der Tasche

Meist lege ich mir einen Notfallplan zurecht, noch bevor ich den ersten Tag auf dem Projekt bin!

 

Wo brennt es? 

 

Welche Themen/Bereiche sind kritisch? 

 

Wo muss schnell gehandelt werden?

 

Wo liegen die strukturellen Probleme, die mit Bedacht angegangen werden müssen? 

 

Was ist dringend? 

 

Was ist wichtig? 

 

Was ist dringend und wichtig?

 

Wer sind die handelnden Personen?

 

 

Dabei ist es von Anfang an wichtig, die eigenen gesetzten Ziele mit dem Bedarf des Kunden regelmäßig abzustimmen. Nicht gleich am ersten Tag. Aber nach einer Woche sollte man ein klareres Bild haben.

 

Wie ist die Lage vor Ort einzuschätzen?

Welche Strategien und Optimierungen müssen langfristig umgesetzt werden? 

 

Sind die Mitarbeiter kooperativ? Oder muss ich mein anfängliches Konzept sogar ganz über Bord werfen? 

 

Zumindest in den ersten Wochen ist eine intensive und tägliche Rücksprache bzw. Abstimmung mit den „Stakeholdern“ unabdingbar.

 

Aus meiner langjährigen Projekterfahrung weiß ich, dass Einsätze von Interim-Managern aus den Fugen geraten, wenn die Erwartungen auseinanderdriften.

 

Als Interim Manager habe ich eine große Verantwortung übernommen und musste erst lernen, mich selbst als „Korrektiv“ zu verstehen, welche Kursänderungen vorschlägt und abstimmt.

 

Vielmehr wird es auch von dem Kunden erwartet, und zu Recht!

 

Der Kunde ist mein Auftraggeber und ich bin der Dienstleister, also eine klare Rollenverteilung. 

 

Ich übernehme für eine gewisse Projektlaufzeit „pro-aktiv“ die erforderlichen Aufgaben, und werde mich nur insoweit in das operative Tagesgeschäft einarbeiten, um die mir übertragenen Aufgaben, selbstständig, sorgfältig, pünktlich, effizient und optimierend zu einem späteren Zeitpunkt an die Kollegen wieder übergeben zu können. 

 

Ich lege von Anfang an Wert auf eine sehr gut durchdachte Planung. Hier hilft ein strukturiertes Selbstmanagement und eine gute Zieldefinition, wie bei dem klassischen Projektmanagement.

 

 

Mein Erfolgstipp: Dokumentieren, Protokollieren, Skizzieren      

 

                                         

Als ich vor sehr langer Zeit noch in Festanstellung gearbeitet habe, hat man mir Wochen oder Monate gegeben,

um sich an die Menschen, die Prozesse und die Kultur des Unternehmens zu gewöhnen. Als Interim- oder Projektmanager bekomme ich in der Regel nicht mehr als 10 Tage Zeit dafür!

 

Es ist – wie so oft – ganz trivial. Wir Interim-Manager oder Projektmanager treffen insbesondere in den ersten Tagen eine Vielzahl von Gesprächspartnern. Die haben viele Anliegen – und meist auch Mitarbeiter. 

 

Anliegen wie Mitarbeiter müssen stets abrufbar sein. Da kommen schnell 50 und mehr Namen und Themen zusammen. Viel zu viel, um sich alles zuverlässig zu merken. 

 

Deshalb: Schreibe ich Listen oder Memos! Akribisch sollten Namen, Themen, Ideen, Optionen und vieles mehr schriftlich festgehalten werden. 

 

Später kann man nachlesen, nachdenken, priorisieren und organisieren – ohne Wichtiges zu übersehen,

und einen guten ersten Eindruck zu beschädigen.

 

Die Einarbeitungszeit stellt die wichtigste und kritischste Aufgabe dar. Es ist eine besondere Herausforderung in kürzester Zeit alle projektspezifischen Themen von Anfang an gut zu verstehen, und mit der höchsten Priorität zu beginnen.

Des Weiteren gilt es organisatorische Abläufe, Prozessarchitekturen und gesellschaftsinterne Verstrickungen

zu skizzieren. Das hilft schneller heraus zu finden, wo Brüche oder Schwachstellen sind.

 

Wie ein Chamälion passe ich mich den mir gestellten Anforderungen an.  

 

Unsere moderne Arbeitskultur, insbesondere meine spezielle Rolle als Interim-Manager, erwarten oftmals schon in kürzester Zeit qualifizierte Prognosen abzugeben, die dem Kunden Sicherheit bieten, dass sich das Projekt in die richtige Richtung entwickelt, und erfolgreich und in der von ihm vorgegebenen Zeit umgesetzt werden kann. 

 

Meine Qualifikation als Interim Manager verlangt eine sichere Steuerung in besonders herausfordernden Situationen, wie z.B. Restrukturierung, Turnaround, „Carve Outs“, Transformation, Liquidierungen sowie in Wachstumsunternehmen.

 

Eine Aufgabe, die mit jedem Tag, jeder Stunde und Minute in ständigem Wandel ist.

 

Dahingehend müssen mir sämtliche Dateninformationen des Unternehmens zeitnah, aktuell und vollständig zur Verfügung gestellt werden.

 

 

 

Transformation

 

Seit meinem Start als Interim Managerin im Jahr 2005 habe ich in der gesamten Laufzeit alle meine Kundenprojekte erfolgreich, und zu vollsten Zufriedenheit des Kunden abschliessen können. Ich verfüge über eine Vielzahl von umfangreichen Qualifikationsnachweisen und positiven Kundenreferenzen. 

 

Mein Aufgabengebiet und meine Qualifikationsschwerpunkte sind nicht branchenabhängig.

 

Eine herausfordernde Aufgabe, aber eine erfüllende Aufgabe, welche eine unmittelbare und langfristig positive betriebswirtschaftliche Veränderung mit sich bringt. Dieser Prozess der Veränderung ist ein Transformationsprozess.

 

Die Erfolgserlebnisse sind messbar in Anbetracht der Tatsache, daß man bei Beendigung eines Interimprojektes einen glücklichen Kunden, Team sowie Mitarbeiter zurück lässt, und gleichzeitig im Unternehmen wieder Struktur und Ordnung geschafft hat.

 

Als Fazit für mich kann ich nur sagen, dass Interim-Management meine Berufung ist!

 

Eine Aufgabe, die mit jedem Tag, jeder Stunde, Minute in ständigem Wandel ist.